19.01.2018 - Call for Papers / Participation
Fachinformationsdienst Darstellende Kunst

CALL FOR PAPERS: Universität Innsbruck | Europas Inszenierung - Die Inszenierung Europas | Deadline: 28.02.2018

Im geplanten Workshop soll mittels einer inszenierungsanalytischen, vergleichenden und/oder transnationalen bzw. -kulturellen Perspektive der Fokus auf genau jene Theaterarbeiten gerichtet werden, die sich thematisch mit „Europa“ und seinen sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragen auseinandersetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den narrativen, strukturellen und ästhetischen Strategien und Veränderungen, die die Textgrundlage bzw. das Regiebuch bis hin zur Realisierung und Performance auf der Bühne erfahren. Beides soll also in den Blick geraten: sowohl der jeweilige Ausgangstext wie auch das theatrale Ereignis. Spezieller soll gefragt werden, mit welchen Textstrukturen, Inszenierungspraktiken und ästhetischen Parametern eine Geschichtsreflexion über Europa im Kontext Theater in Gang gesetzt wird, zum Beispiel, wie über Zäsuren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft performativ ein relationales Gefüge bilden. Mit Hinblick auf die Frage nach einer europäischen oder kosmopolitischen Gemeinschaft stellt sich des Weiteren die Frage, welche homogenen oder heterogenen Repräsentationsformen für den Einzelnen oder für die Gruppe bzw. die Gesellschaft innerhalb des Theaterraums gefunden werden und wie tradierte Theaterformen wie v.a. die Tragödie aufgegriffen werden und eine Neubewertung und Aktualisierung erfahren. Nicht zuletzt hängt nämlich auch die Wahl der Gattung, der Mittel, der verwendeten Metaphorik und schließlich der Theaterästhetik mit der Implikation von bestimmten teleologischen Narrativen oder gesellschaftlichen Ein- und Ausschlussverfahren zusammen. Willkommen sind v.a. Beitragsvorschläge, die Theaterarbeiten über Europa (und seine Grenzen) in den Blick nehmen und kulturelle, sprachliche oder geschichtliche Kontexte fokussieren, die in der bisherigen Forschungsdiskussion entweder noch einem blinden Fleck entsprechen und das eurozentrische Paradigma mehr oder vielleicht auch weniger aufzubrechen vermögen. Die Vorträge können auf Englisch, Deutsch, Italienisch oder Französisch gehalten werden. Die Universität Innsbruck bemüht sich um eine Deckung der Übernachtungskosten. Bitte senden Sie einen Abstract (ca. 350 Wörter) (Autor, Institution, Titel, Text, E-Mail-Adresse) zusammen mit einer Kurz-Vita in einem PDF bis zum 28. Februar 2018 an stella.lange@uibk.ac.at and nicole.haitzinger@sbg.ac.at.

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