17.01.2020 - Jobs
Fachinformationsdienst Darstellende Kunst

CALL FOR ARTISTS: Stadtlabor „Decolonize Frankfurt“ (AT) | Deadline: 9.2.2020

„Decolonize the mind!” appellierte Ngugiwa Thiong’o in den 1980ern. Der Ruf nach Dekolonialisierung der Wissenschaften, Kulturinstitutionen, Literatur, Kunst, aber auch der Museen wird auch in Deutschland immer präsenter. Doch was bedeutet Dekolonisieren für uns heute hier in der Frankfurt Rhein-Main Region? Von was und für wen dekolonisieren? Wie können dekoloniale Praxen aussehen? In welchem Bezug stehen dekoloniale Kämpfe zu migrantischen, diasporischen und intersektionalen Lebensrealitäten in Deutschland? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das Historische Museum Frankfurt im Rahmen einer Stadtlabor-Ausstellung. Im öffentlichen Diskurs werden die Kolonialzeit, ihre Verbrechen und Auswirkungen auf die Nachwelt oft ohne den Einbezug der Nachfahren von ehemals kolonisierter Menschen und Länder verhandelt. Ziel der kommenden Ausstellung ist es koloniale und postkoloniale Spuren im Frankfurter Raum sichtbar zu machen und Narrative von marginalisierten Menschen in den Mittelpunkt zu rücken. Im Rahmen des Stadtlabors fördern wir kreative und alternative Projekte von Einzelpersonen oder Kollektiven zum Thema „Decolonize Frankfurt“. Die künstlerischen Beiträge sollen vielfältige Perspektiven auf (Post)Kolonialität, Rassismus, Othering etc. geben und die Stadtlabor-Ausstellung ergänzenund erfahrbar machen. Anforderungen: Das Format (z.B.Performance, Sound, Film, bildnerische Arbeitetc.) ist frei wählbar. Die Projekte können partizipative Komponenten beinhalten, müssen es aber nicht. Es können sowohl bestehende Projekte eingereicht werden, die an den Frankfurt Kontext angepasst werden oder neue Projekte umgesetzt werden. Bitte machen Sie in der Projektskizze deutlich, wie wir uns Ihr Projekt vorstellen können. Die Realisierung der von einer Jury ausgewählten fünf künstlerischen Arbeiten wird mit maximal 2.000,– Euro pro Projekt unterstützt. Projektskizze des Vorhabens (1 Din A4 Seite) und grobe Budgetplanung bis 09. Februar 2020 an: Historisches Museum Frankfurt, Puneh Henning und Ismahan Wayah: diversity@stadt-frankfurt.de


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