01.02.2019 - Events
Gesellschaft fuer Theaterwissenschaft

CALL FOR PAPERS: Methodologische Diskurse der aktuellen Probenforschung | Arbeitskonferenz | Theaterwissenschaft, LMU München | Deadline: 15.02.2019

METHODOLOGISCHE DISKURSE DER AKTUELLEN PROBENFORSCHUNG Arbeitskonferenz von 5. bis 6. April 2019 in München / Theaterwissenschaft der LMU (ganztägiger Vortragstag + halbtägiger Workshoptag) Die Probenforschung im Rahmen der szenischen Künste stellt derzeit ein sehr relevantes, jedoch noch junges Forschungsfeld dar. Dabei ist nicht nur die Theaterprobe selbst ein komplexer Forschungsgegenstand. Vielmehr ist der Probenprozess im Theater ein dynamischer Ort der Entwicklung und Entstehung von zahlreichen ästhetischen Phänomenen, sodass die Theaterprobe in der aktuellen Probenforschung auch als ein „Möglichkeitsraum“ betrachtet werden kann, um eine multiperspektivische Erforschung von theatralen Prozessen unterschiedlichster Forschungsgegenstände, ästhetischer Handlungen und Wechselwirkungen innerhalb der spezifischen sozialen Wirklichkeit des Theaters zu ermöglichen. Methodisch haben sich bisher qualitative Forschungsdesigns mit probenethnographischen Analysen und teilnehmender Beobachtung etabliert, um das spezifische Wissen offenzulegen, das auf Theaterproben produziert wird. Außerdem gibt es enge Verbindungen zum angrenzenden Feld der Künstlerischen Forschung. Zentrale Fragestellungen und Herausforderungen der Probenforschung beziehen sich u.a. auf eine praktikable und zugleich engmaschige Datenerhebung während der Theaterprobe sowie die Datendokumentation, -speicherung und -verarbeitung derselben. In welcher Form liegt das erhobene Datenmaterial vor? Welche Arbeitsschritte gilt es zu meistern? Auf welche Herausforderungen stoßen wir während des Probenforschungsprozesses und wie können diese gelöst werden? Kann auf geeignete Software zurückgegriffen werden, um die Verarbeitung der Daten zu erleichtern, wie dies bereits sehr erfolgreich in den Sozialwissenschaften gemacht wird? Welche Methoden können wir von anderen Wissenschaftsdisziplinen für unser Forschungsfeld adaptieren und auf die Bedürfnisse unseres Forschungsgebiets anpassen? Die Arbeitskonferenz (ein Konferenztag mit Vorträgen und Diskussionen, ein Workshoptag mit „round table“) soll dazu dienen, den aktuellen Stand der Theaterprobenforschung und das Forschungsfeld zu sondieren und die Probenforschung in ihren Grundzügen durch die WissenschaftlerInnen aktiv mitzugestalten und voranzubringen: Das finale Ziel der Arbeitskonferenz besteht darin, am zweiten Tag – dem „Workshoptag“ – gemeinsam eine Art „best practice paper“ zu entwickeln. Einen willkommenen Nebeneffekt der Konferenz stellt das persönliche Kennenlernen der WissenschaftlerInnen sowie deren produktive Vernetzung dar, um einen aktiven Austausch von Erfahrungen im Forschungsfeld einzuleiten. Dieser kann inhaltlicher Art sein, aber auch ganz praktischer Natur, wie u.a. das Verhalten des / der ForscherIn auf der Probe, technische Möglichkeiten bezüglich der Datenerhebung oder Fragen die EU-DSGVO betreffend. CALL FOR PAPERS Mit dem Call laden wir WissenschaftlerInnen (insbesondere DoktorandInnen) ein, die zum Thema Probenforschung / Probenethnographie in den szenischen Künsten arbeiten, am ersten Tag der Konferenz eine max. 10-minütige Zusammenfassung ihres Papers zu halten, das über ihr aktuelles Forschungsprojekt berichtet und ein besonderes Augenmerk auf die methodologische Herangehensweise der Probenforschung legt, und am zweiten Tag der Arbeitskonferenz die Erkenntnisse des Vortrags im Plenum zu diskutieren. Der aktive Austausch unter den WissenschaftlerInnen hinsichtlich einer geeigneten Methodologie der Probenforschung steht im Zentrum dieser Arbeitskonferenz. Deshalb senden Sie bitte ein Abstract (max. 300 Wörter) in deutscher oder englischer Sprache und eine Kurzbiographie (max. 150 Wörter) inklusive Kontaktdaten bis spätestens 15. Februar 2019 an Theatermusik@lrz.uni-muenchen.de. Nach Annahme werden wir Sie bitten, vorab Ihr Paper (ca. 4000 Wörter) bis spätestens 25. März 2019 zu schicken, damit wir die Paper schon vor der Konferenz unter den TeilnehmerInnen zirkulieren können. Das ermöglicht eine tiefergreifende und informierte Diskussion bereits am ersten Konferenztag, spart Zeit und kommt der Möglichkeit einer Publikation entgegen. Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich bitte gerne an Tamara Yasmin Quick (Tamara.Quick@lmu.de). Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Prof. Dr. David Roesner und Tamara Yasmin Quick, M.A.

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