08.06.2020 - Call for Papers / Participation
Fachinformationsdienst Darstellende Kunst

CALL FOR PAPERS: XI. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik | Zürcher Hochschule der Künste | 02. - 05.03.2021 | Deadline: 01.08.2020

Die Frage dieses Verhältnisses wie auch die Problematik sensueller Episteme, der Wahrheit der Künste, des Eigensinns ästhetischer Urteile oder des künstlerischen Denkens gehören zu den „Urthemen“ der philosophischen Ästhetik seit Alexander Baumgarten, Immanuel Kant und Georg Friedrich Hegel. Sie erfahren heute, vor allem im Zeichen des „artistic research“, der Designforschung, des „alternativen Wissens“ sowie des „kompositorischen“, „ikonischen“ und „performativen“ Denkens, aber auch in dokumentarischen Videoformaten oder dem ‚Augmented Theatre‘ eine neue Aktualität. Das betrifft alle gestalterischen und künstlerischen Formate: von Tanz und Performance bis zu den sogenannten ‚Medienkünsten‘, der Installation, Film und Gaming oder der zeitgenössischen Musik, um nur einige zu nennen. Gleichzeitig ist die Frage nach der Rolle und Beziehung ästhetischen Denkens zu den verschiedenen Wissenschaften – als konstitutives Element in der Mathematik über die Experimental- und Technowissenschaften bis zu den Humanities, der Ethnographie und Theologie – ebenso aufgeworfen wie nach der historischen Verschiedenheit ästhetischer Konzepte mit Blick auf Interkulturalität und der Stellung und Bedeutung des Ästhetischen in anderen als westlichen Kulturen. Jede Thematisierung der spezifischen epistemischen Kraft der Künste wie ebenso der Entwurfs- und Gestaltungspraxis im (erweiterten) Design, der Architektur und Alltagspraxis wirft darum gleichzeitig immer auch das Problem ihrer Bedingungen, ihrer Grenzen wie auch ihrer Kritik und Gültigkeit auf, wie es international im Feld der Künste besonders am Beispiel der „künstlerischen Forschung“ und ihrer umstrittenen Formate diskutiert wird. Anlass genug für die DGÄ, diesen ganzen Themenkreis aufzugreifen und seine zeitgenössische Brisanz wie auch historische Tiefe und polylogische Breite ins Zentrum des kommenden Kongresses zu stellen. Alle Mitglieder sind aufgerufen und eingeladen, sich mit Vorträgen, der Präsentation von Forschungsergebnissen, neuen Thesen, provokanten Diskussionsbeiträgen, praktischen Präsentationen und polemischen Interventionen einzubringen. Call for Participation (Voraussetzung für eine Einreichung in jedem der genannten Formate ist eine Mitgliedschaft in der DGÄ): Willkommen sind Beiträge im weitesten Sinne zum Thema „Ästhetik und Erkenntnis“ aus allen Gebieten der theoretischen und praktischen Ästhetik, der Film-, Tanz- und Theaterwissenschaft und -praxis genauso wie aus den Künsten, der Architekturtheorie, der Kunstsoziologie, Medienwissenschaft, Kunstpädagogik und visuellen Anthropologie sowie dem practice-based research und der Designforschung, der Philosophie der Neuen Musik und Musikwissenschaft, der interkulturellen Ästhetik, der Geschichte ästhetischer Theorien, der Verbindung zwischen Ästhetik und Technik, zwischen Ästhetik und Ethik, Kunst und Artificial Intelligence und vieles mehr. Erbeten werden kuratierte Panels, moderierte Diskussionsforen, moderierte Kunst- und Designforen sowie Workshops, Roundtables und Einreichungen zu Einzelvorträgen. Einzelvorträge werden zu Panels zusammengefasst. Das Standardformat der Panels umfasst 120 Min inklusive Diskussion, von Einzelvorträgen 25 Min. Zu beachten ist, dass pro Person nur ein Vorschlag für einen Vortrag eingereicht werden kann. Vorschläge erbitten wir bis zum 1. August 2020 mit Titel, Nennung der beteiligten Person/en, Kurz-CV/s (500 Zeichen) und kurzem Abstract (1000 Zeichen), möglichst in einer einzigen PDF an: aesthetik.kongress@zhdk.ch Allerdings stellt die Planung und Durchführung von wissenschaftlichen Kongressen in Zeiten der Corona-Krise vor eigene Herausforderungen. Der Vorstand und Beirat der DGÄ hat darum beschlossen, den Kongress vorläufig in kleinen Gruppen vor Ort stattfinden zu lassen, wobei größere Publikumsformate wie Keynotes etc. online stattfinden. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite der Gesellschaft: www.dgae.de


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