18.01.2019 - Call for Papers / Participation
Gesellschaft fuer Theaterwissenschaft

CALL FOR PAPERS: DIS(S)-CONNECT - Wie Medien uns trennen und verbinden | JGU Mainz | Deadline: 15.02.2019

DIS(S)-CONNECT I Wie Medien uns trennen und verbinden Interdisziplinäre Doktorand*innen-Tagung am Institut für Film,-Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft (FTMK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 25.–27. April 2019 In den Kultur- und Sozialwissenschaften wird auf vielfältige Weise auf Phänomene des Medialen Bezug genommen; gleichzeitig werden dazu aber ganz unterschiedliche Konzepte genutzt. So treffen auch am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft (FTMK) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, dem die Verfasser*innen dieses Calls angehören, unterschiedliche Perspektivierungen aufeinander: Während die dortige Filmwissenschaft unter anderem erforscht, wie technologische Dispositive in ein mediales Spannungsfeld aus Semiotik, Rezeptionsästhetik und Nutzungssubjekt geraten, bezieht sich die Theaterwissenschaft auf die Definition des Theaters als ein räumliches (Rah-men-)Medium oder die Schauspieler*innen als (leibliche) Medien. Die Medienkulturwissenschaft erweitert diesen Medien-begriff, indem auch Praktiken und Operationen sowie Umwelten und heterogenen Netzwerken aus (nicht-)menschlichen Akteuren Medialität zugesprochen und so der Mensch in seiner anthropomedialen Verfasstheit sichtbar wird. Die Kulturanthropologie wiederum beschreibt vor allem die Mediennutzung und deren Alltagsbezug und versteht Medien als kulturelle Bedeutungsträger ihrer Produzent*innen und Rezipient*innen. An diesem gemeinsamen und gleichzeitig divers umgesetzten Interesse am Medialen möchten die Doktorand*innen des Instituts, die im Austausch über ihre Dissertationsprojekte oft mit jener Diversität konfrontiert sind, ansetzen und zur Disposition stellen, wie sich unterschiedliche Disziplinen diesbezüglich gegenseitig ergänzen und erweitern können. Unter dem Titel DIS(S)-CONNECT soll daher ein Doktorand*innen-Netzwerk entstehen, in dem sozial-, kunst- und (medien)kulturwissenschaftlich arbeitende Nachwuchsforscher*innen in interdisziplinären Austausch treten können. Im Format eines Onlineblogs sollen dazu verschiedene Möglichkeiten eingerichtet werden, zu Forschungsthemen langfristig in Kontakt zu bleiben: erste Texte vorzustellen und zur Diskussion freizugeben, Diskussionsrunden zu eröffnen oder gemeinsam an thematischen Bibliografien zu arbeiten sowie Projekte und Vernetzungstreffen zu initiieren. Ziel des Netzwerks ist somit ein nachhaltiger und fächerübergreifender Austausch, der die Möglichkeiten digitaler Medien nutzt und wissenschaftlich fruchtbar macht. Die Auftaktveranstaltung des DIS(S)-CONNECT-Netzwerks findet in Mainz statt und widmet sich den trennenden und verbindenden Effekten des Medialen: Im Rahmen einer Tagung mit Workshop-Charakter sollen Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert werden. Ebenso bietet die Tagung Raum für den Austausch über Erfahrungen mit Veröffentlichungspraktiken, für die Bestandsaufnahme bereits bestehender fachspezifischer Netzwerke sowie für Gespräche über langfristige berufliche Perspektiven in der Wissenschaft. Inhaltlich setzen wir uns mit Fragen hinsichtlich theoretischer Konzepte der Medialität sowie mit konkreten Phänomenbereichen des Medialen auseinander. Dafür möchten wir vier exemplarische Begriffe zur Perspektivierung vorschlagen, die als paradigmatisch für die trennenden und verbindenden Prozesse von Medien begriffen werden: Körper, Raum, Immersion und Performativität. Weitere Informationen zum Call entnehmen Sie bitte dem anhängten PDF.

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