13.09.2018 - Ankündigungen
Gesellschaft fuer Theaterwissenschaft

SONDERINFORMATION: Protest gegen Abschaffung der Gender Studies in Ungarn

Ungarn beabsichtigt die Abschaffung der Gender Studies. In einem öffentlichen Protestbrief an Minister Jozsef Bodis heißt es: "... mit großer Sorge betrachtet die deutschsprachige Gesellschaft für Theaterwissenschaft die Bestrebungen der ungarischen Regierung, die zwei einzigen in Ungarn existierenden Programme in "Gender Studies" zu schließen. Wir möchten an Sie den dringenden Appell richten, diese Bestrebungen einzustellen, die Freiheit der Wissenschaft zu gewährleisten und dafür Sorge zu tragen, dass die in Ungarn noch jungen Programme für Gender Studies weiterhin angeboten und ausgebaut werden können. Wir sehen in der Bedrohung der Gender Studies eine Bedrohung der gesamten Geisteswissenschaften und des Europäischen Wissenschaftssystems. Eine Schließung der zwei Programme, die an der ELTE und der Central European University angeboten werden, wäre ein symbolträchtiges Fanal. Ungarn würde sich damit aus dem Europäischen Kultur- und Wissenschaftsraum und der Werkgemeinschaft der Europäischen Union verabschieden", heißt es unter anderem. Der vom Vorstand der Gesellschaft für Theaterwissenschaft unterzeichnete Protestbrief wurde an den Minister Bodis gegeben und an Redaktionen, Zeitungen und Verlage zur Veröffentlichung weitergegeben. Der Fachinformationsdienst Darstellende Kunst schließt sich diesem Protestbrief an.

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