15.11.2019 - Other
Fachinformationsdienst Darstellende Kunst

LESETIPP: Bewegliche Architekturen - Architektur und Bewegung | Zehnte Ausgabe des e-Journals MAP - Media | Archive | Performance

Architektur und Bewegung lässt sich in vielfacher Weise ins Verhältnis zueinander setzen und berührt dabei die Aspekte von Bewegung als Basis räumlicher Organisation, von Raumwahrnehmung und -erleben, von Bewegung und Transformation als Motive architektonisch-räumlicher Konzeption und die Verbindung von Bewegung und Beweglichkeit mit strukturellen und institutionellen Veränderungen. Bewegliche Architekturen provozieren prozesshafte Gebrauchsweisen, die Nutzer*innen zur Aneignung von Räumen und Orten auffordern. Wir beobachten, dass – aus verschiedenen Künsten kommend – performative Präsentationsformate zunehmend Räume und Orte bespielen (wollen), die nicht mehr den Häusern der traditionell getrennten Künste des Aufführens und Ausstellens entsprechen, und so gewinnt der Aspekt der Bewegung und Beweglichkeit von Architektur an Bedeutung. Insofern bildet das Thema der zehnten Ausgabe von MAP einen reflexiven Rahmen für die transdisziplinär zu stellende Frage nach den Parametern von Architekturen für die Aufführungskünste. In vier Abschnitten beschäftigen sich die Autor*innen dieser Ausgabe mit verschiedenen Aspekten des Verhältnisses von Architektur und Bewegung und konturieren die Möglichkeiten beweglicher Architekturen aus der Sicht von Theaterwissenschaft und Performance Studies, von Architekturtheorie und -geschichte sowie von Architekt*innen, Designer*innen und Künstler*innen. Diese Ausgabe basiert auf den Beiträgen der Tagung Bewegliche Architekturen - Architektur und Bewegung, die im Januar 2018 an drei verschiedenen Orten in Leipzig stattfand. Sie wurden um weitere Texte ergänzt. Die Tagung fand im Rahmen des transdisziplinären Forschungsprojekts Architektur und Raum für die Aufführungskünste. Entwicklungen seit den 1960er Jahren statt.


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