26.07.2019 - Call for Papers / Participation
Gesellschaft fuer Theaterwissenschaft

CALL FOR PAPERS: "CRiSiS" | 7. zweijährige Konferenz des EAM | Deadline: 01.01.2020 bzw. 01.02.2020

Das Europäische Netzwerk für Studien zu Avantgarde und Moderne (EAM) widmet sich der globalen Erforschung von literarischer und künstlerischer Avantgarde und Moderne im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert. Es ist das zentrale Anliegen des EAM-Netzwerks, die interdisziplinäre und intermediale Erforschung experimenteller Ästhetiken und Poetiken voranzutreiben und das Interesse an den kulturellen Dimensionen und Kontexten der Avantgarde und der literarischen Moderne zu fördern. EAM beabsichtigt, die methodologische Vielfalt der Studien zu Avantgarde und Moderne einzubeziehen, und lädt daher alle Wissenschaftler aus den einschlägigen Forschungsgebieten ein, an den internationalen Tagungen, die alle zwei Jahre organisiert werden, teilzunehmen. 2020 KONFERENZ Krisenvorstellungen haben die Forschung der europäischen Avantgarde und Moderne schon seit langem beschäftigt. Avantgardisten und Modernisten waren im Laufe ihrer Geschichte mit vielerlei Krisen konfrontiert, wirtschaftliche oder politische, wissenschaftliche oder technologische, ästhetische oder philosophische, kollektive oder individuelle, lokale oder globale, kurze oder beständige. Modernisten und Avantgardisten wurden wiederum häufig bezichtigt, Krisen ausgelöst zu haben, sei es künstlerische oder kulturelle, sensorische oder konzeptuelle, zufällige oder absichtliche, weitreichende oder unwesentliche, gegenständliche oder sonstige. Gerade die Begriffe „Avantgarde“ und „Moderne“ sind immer wieder konzeptuellen Krisen ausgesetzt worden oder haben diese provoziert und damit befinden sich die Moderne und die Avantgarde als Forschungsgebiet am ewigen Rand einer sich selbst löschenden theoretischen Krise zurück. Die 7. zweijährige Konferenz der EAM hat zum Ziel, das Verhältnis von Avantgarde und Moderne in Europa zu Krise/n zu erörtern. Wir begrüssen Vorschläge fûr Panels, Diskussionsrunden und einzelne Beiträge zu allen Aspekten dieser Beziehung aber sind besonders interessiert an neuen Forschungsarbeiten zu drei Themenkreisen. Zuerst wollen wir die theoretische Komplexität des Krisenbegriffs erforschen. Denn was ist eigentlich eine Krise? Der Begriff wird in der Moderne und in der Avantgarde oft sehr lose definiert, und eine kurze Übersicht zeigt, dass wir selten von Krisen gleichen Maßstabes, gleicher Geltung oder gleicher Auswirkung sprechen. Wenn deutlich umrissen wird, was genau als Krise gilt, kann ein besseres Verständnis für die europäischen Avantgarden und die Moderne gewonnen werden. Was genau verstehen wir unter „Krise“? Ist Krise vor allem ein narratives Mittel? Gibt es jemals keine Krise? Gibt es Arten von Krisen, künstlerische oder andere, die wir bisher in den Studien der Avantgarde oder der Moderne vernachlässigt haben? Und welche (andere) Sichtweise(n) der Krise projizieren Avantgardisten und Modernisten selbst? Zweitens interessieren uns Vorschläge, die die krisenreiche historische Entwicklung der Avantgarde und der Moderne erforschen. Während oft behauptet wird, dass der Krisenbegriff der Schlüssel zu einem angemessenen Verständnis der (späten) Moderne ist, sahen sich die europäischen Avantgarden und Modernisten während ihrer Entwicklung mit unterschiedlichen historischen Krisen konfrontiert. Inwieweit haben all diese Krisen, die sich über mehrere Jahrhunderte erstrecken, einen gemeinsamen Nenner? Welche Rolle spielen nationale und regionale Unterschiede im Zeitverlauf? Verändert sich das Projekt von Avantgarde und Moderne, entlang ihrer Kritik an Krise im Laufe der Zeit grundlegend oder nicht? Vorschläge, die eine historische Fallstudie erörtern oder mehrere historische Fälle aus verschiedenen Zeiten oder Regionen in Europa vergleichen, sind daher besonders willkommen. Drittens laden wir Vorschläge ein, die die praktische Seite der Dinge in allen Bereichen der Avantgarde und Moderne betrachten: Kunst, Literatur, Musik, Architektur, Film, künstlerische und soziale Bewegungen, Lebensstil, Fernsehen, Mode, Theater, Performance, Aktivismus, kuratorische Praxis, Design und Technologie. Wie geben europäische Avantgardisten und Modernisten Krisen eine ästhetische Form? Welche Repräsentationsstrategien und -taktiken werden in ihrer Praxis angewendet? Welche affektiven (und anderen) Krisenerfahrungen ermöglicht ihre Arbeit? Welche Krisen bringen ihre experimentellen Praktiken mit sich - schaffen die Avantgarden und die Moderne tatsächlich eigene Arten von Krisen? Die offiziellen Sprachen dieser Konferenz sind Englisch, Französisch und Deutsch. Sie können einen Vorschlag als Panelleiter, als Einzelperson oder als Diskussionsrundenleiter einreichen. 1. Sie können die Leitung eines Panels vorschlagen. Ein Panel besteht aus drei oder vier Teilnehmern. Einer der Teilnehmer ist der Leiter, der die Einreichung vornimmt und der die Informationen und Abstrakte aller Panelmiktglieder liefert. Sie können auch Voschläge zu einem doppelten oder dreifachen Panel einreichen. Panels sollten weder nicht nur aus Doktoranden bestehen noch aus nur Teilnehmern einer einzelnen Forschungsgruppe. 2. Einzelne Referatvorschläge können eingereicht werden. Sie werden nach Annahme von der Organisatoren einem Panel zugewiesen. 3. Sie können anbieten, Leiter einer Diskussionsrunde (Roundtable) zu sein. Eine Diskussionsrunde besteht aus maximal 6 Teilnehmern, die jeweils kurze „Position-papers“ (4 Seiten) verfassen, die vor der Tagung verteilt und gelesen werden. Während der Diskussionsrunde stellen die Teilnehmer kurz Stellungnahmen vor bei dam anschließend eine vom Leiter moderierte Diskussion stattfindet. Diskussionsrunden können aus nur Doktoranden bestehen, nicht aber aus Teilnehmern einer einzelnen Forschungsabteilung. Diskussionsrundenvorschläge (Frist: 1. Januar 2020) sollten Folgendes enthalten: 1. Titel und Sprache der Diskussionsrunde (Englisch, Französisch, Deutsch - nur eine) 2. Eine 500-Wörter-Zusammenfassung des Themas und der Gedankengänge der Diskussionsrunde. 3. Der Name des Leiters, ein einseitiger Lebenslauf sowie Kontaktinformationen (Adresse und E-Mail). 4. Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse von mindestens 5 (maximal 6) Teilnehmern an der Diskussionsrunde. 5. Kurzbiografie der einzelnen Teilnehmer. Panelvorschläge (Frist: 1. Februar. 2020) sollten Folgendes enthalten: 1. Titel und Sprache des Panels (Englisch, Französisch, Deutsch - nur eine) 2. Name, Adresse und E-Mail Kontakt des Leiters. 3. Eine Zusammenfassung des Panelthemas (300 Wörter) 4. Eine Zusammenfassung jedes einzelnen Beitrags (300 Wörter) 5. Name, Postanschrift und E-Mail-Kontakt der einzelnen Teilnehmer 6. Kurzbiografie der einzelnen Teilnehmer. Papervorschläge (Frist: 1. Februar. 2020) sollten Folgendes enthalten: 1. Titel und Sprache des Vortrags (Deutsch, Englisch oder Französisch) 2. Name, Anschrift und E-Mail der oder des Vortragenden 3. Inhaltsskizze des Vortrags (max. 300 Wörter) 4. Kurzbiographie des oder der Vortragenden Bitte senden Sie Ihre Vorschläge im Word-Format nur an eam2020@kuleuven.be. Die Annahme wird bis Ende Mai per E-Mail mitgeteilt. Ein detailliertes Konferenzprogramm wird vor dem Sommer auf der EAMWebsite verfügbar sein. Bitte überprüfen Sie bei Fragen immer zuerst die EAM-Website, da diese zu gegebener Zeit aktualisiert wird. ORGANISATIONSKOMITEE UND SPONSOREN Diese Konferenz wird von Sascha Bru organisiert und veranstaltet vom MDRN-Forschungslabor (www.mdrn.be) an der Fakultät der Geisteswissenschaften der Universität Leuven. Zum lokalen Organisationskomitee gehören auch Mark Delaere (Musikwissenschaft), Leen Engelen (Filmwissenschaft), Hilde Heynen (Architekturwissenschaft), Kate Kangaslahti (Kunstgeschichte, Hauptmitorganisatorin), Bart Philipsen (Theater- und Aufführungswissenschaft) und Anne Reverseau (UC Louvain, Fotografie) und Inga Rossi-Schrimpf (Kuratorin Royal Museums of Fine Arts, Brüssel, RMFAB). Die Konferenz wird vom Lieven Gevaert Centre for Photography (LGC) und dem Museum of Contemporary Art Antwerp (M HKA) gesponsert.


Source: