12.05.2019 - Events
Fachinformationsdienst Darstellende Kunst

CALL FOR PARTICIPATION: DISKURS34 | never again | Angewandte Theaterwissenschaft, JLU Gießen | Deadline: 14.06.2019

Vom 7.-10. November 2019 findet das Diskursfestival mit dem Titel never again. art/talks/theory in Gießen statt. Wissenschaft und Kunst werden unter dem Format eines interdisziplinären und internationalen Festival zu einem intensiven Dialog eingeladen: DISKURS34 als Möglichkeit zum Austausch, Plattform zur Zusammenarbeit, Chance der gegenseitigen Infragestellung. Für die diesjährige Ausgabe suchen wir künstlerische und wissenschaftliche Positionen, die sich in ihrer Arbeit mit Implikationen von never again auseinandersetzen – eine Forderung, eine Parole, ein Oxymoron, ein Imperativ und eine gesellschaftliche Vereinbarung. Wie könnte ein never again als künstlerische und wissenschaftliche Arbeitsweise aussehen? Welche Verantwortungen tragen wir? Welche Haltungen, Verortungen und Motivationen ergeben sich dadurch für die eigene Praxis in Wissenschaft und Kunst? Die Ausschreibung richtet sich an Wissenschaftler*innen und Kunst- und Kulturschaffende aller Disziplinen. Hinsichtlich Formaten oder Genre gibt es keine Einschränkung. Einsendeschluss ist der 14. Juni 2019. Kontakt: info@diskursfestival.de Website: www.diskursfestival.de english version below OPEN CALL IM DETAIL DISKURS34 never again. art / talks / theory Vom 7.-10. November 2019 findet das Diskursfestival mit dem Titel never again. art/talks/theory in Gießen statt. Das interdisziplinäre Festival wird seit 34 Jahren von Studierenden der Angewandten Theaterwissenschaft organisiert und fördert den internationalen Austausch zwischen Studierenden, Künstlerinnen* und Wissenschaftlerinnen*. Für die diesjährige Ausgabe suchen wir künstlerische und wissenschaftliche Positionen, die sich in ihrer Arbeit mit Implikationen von never again auseinandersetzen – eine Forderung, eine Parole, ein Oxymoron, ein Imperativ und eine gesellschaftliche Vereinbarung. never again ... never again Alkohol und Zigaretten, never again Plastik, never again zu spät kommen, never again Geburtstage vergessen, never again verliebt oder never say never? Als Oxymoron verbindet never again zwei sich gegenseitig ausschließende Zeitlichkeiten: Der Abschluss, die Negation und das Verbot, welche im Niemals mitschwingen und die Repetition und Unabgeschlossenheit, die im Wieder enthalten sind. never again verstanden als Forderung nach etwas Neuem spiegelt sich auch im Imperativ kreativer Neuschöpfung des Marktes wider. Welche Anforderungen werden heutzutage an künstlerische, kulturelle und wissenschaftliche Arbeitsweisen gestellt? Wie können wir diese erfüllen, ablehnen, transformieren oder subversiv nutzbar machen? Als Parole beinhaltet never again eine Distanzierung von vergangenen Geschehnissen, um eine vermeintlich bessere Zukunft zu ermöglichen. Somit trägt sie auch zu einer Erinnerungskultur bei, die um Formen und Weisen kollektiven Erinnerns und Vergessens ringt. Im Angesicht zunehmender geschichtsrevisionistischer und antidemokratischer Entwicklungen stellt sich die Frage, inwiefern jenseits naiver Fortschrittsgläubigkeit Zugriffe auf Vergangenes denkbar sind. Wie könnte ein never again als künstlerische und wissenschaftliche Arbeitsweise aussehen? Welche Verantwortungen tragen wir? Welche Haltungen, Verortungen und Motivationen ergeben sich dadurch für die eigene Praxis in Wissenschaft und Kunst? Wir verstehen never again als Ausgangspunkt für eine kritisch-utopische Befragung der Gegenwart, als spielerische Aneignung komplexer Realitäten, als polemischen Trotz gegenüber verworrener Alltäglichkeit. Bewerbung … Für eine Bewerbung sendet uns bitte das ausgefüllte Formular bis zum 14. Juni 2019 zu. Wir suchen sowohl bereits bestehende, als auch noch in der Konzeptionsphase befindliche theoretische und künstlerische Arbeiten. Räumlichkeiten … Zur Verfügung stehen Bühnen-, Seminar- und Ausstellungsräume, sowie der Stadtraum. Kritikgespräche und Diskussionen verstehen wir als wichtigen Bestandteil in unserer Auseinandersetzung mit den eingeladenen Beiträgen. Modalitäten … Wir stellen euch Anfahrt, Unterkunft und Verpflegung und freuen uns darauf, Zeit mit euch im Festivalzentrum zu verbringen. In der Bezahlung richten wir uns nach den Honorar Untergrenzenempfehlungen des Bundesverbands freier darstellender künste. Wir versuchen, ein möglichst barrierefreies Festival zu gestalten, und freuen uns daher auch besonders über Bewerbungen von Künstlerinnen* und Wissenschaftlerinnen*, denen sonst ein Aufenthalt auf Kunst-Festivals erschwert wird. Bei Rückfragen stehen wir euch jederzeit per Mail zur Verfügung. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen. application@diskursfestival.de /////// OPEN CALL IN DETAIL From November 7th-10th, 2019, the Diskursfestival with the name never again. art/talks/theory will take place in Gießen. Organised by students of the Institute for Applied Theatre Studies, the interdisciplinary festival has a 34-year-old tradition of international academic and artistic exchange between students, artists and scholars/academics. This year we are looking for positions situated in artistic and academic research that reflect in their work the implications of our title never again – a demand, a rallying cry, an oxymoron, an imperative, and a social agreement. never again alcohol and cigarettes, never again plastic, never again being late, never again forgetting birthdays, never again falling in love or never say never? never again oxymoronically combines two conflicting temporalities: the ending, negation, and prohibition that are brought down by the first half and the repetition and unresolvedness opened by the second. never again, as a demand for something new, finds itself reflected in the market-driven imperative for creative innovation. Which conditions are currently being placed upon artistic, cultural, and scientific practices and modes of production? How can we fulfill, decline, transform, or subvert these conditions? As a rallying cry, never again aims to distance itself from past events in order to potentiate a supposedly better future. In doing so, it also contributes to a culture of remembrance that wrestles with forms and methods of collective remembering and forgetting. In the presence of increasing historical revisionism and anti-democratic tendencies, it becomes crucial to ask how the past can be accessed apart from a naïve faith in progress. How might never again look as an artistic and scientific methodology? Which responsibilities do we bear? What kinds of attitudes, positions, and motivations could thereby result toward a personal praxis in arts and theory? We consider never again to be the starting point for a critical-utopian questioning of the present, as a playful appropriation of complex realities, as a polemic stubbornness in the face of a maddening day-to-day. If you want to apply, please send us the filled in application form by June 14th, 2019. Applications can entail already existing works as well as concepts and ideas. Available spaces include stages, seminar and exhibition rooms, and the urban spaces of Gießen. We consider critique talks and discussion formats an important component of our engagement with the invited participants. We can provide travel costs, accommodation, and catering, and look forward to spending time with you at our festival centre. Our payment is based on the minimum fee recommended by the Bundesverband freier darstellender künste. We aim to organize as accessible a festival space as possible. We especially encourage applications from artists and scholars/researchers who deal with difficulties accessing festivals. Please don´t hesitate to ask any questions you might have via email. We are looking forward to your application! call@diskursfestival.de


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